Was ist Leben?

Jemand hat geschrieben:

„Das Leben passiert dir nicht – das Leben antwortet dir.“

Das möchte ich zum Anlass nehmen, der Frage nachzugehen

„Was ist Leben?“

Aus Sicht der Biologie kann man sagen, es gibt wissenschaftliche Kriterien, die eine Entscheidung darüber zulassen, ob ein System ein lebendes System ist.
Diesem Gedanken weiter folgend, kann man weiterhin sagen: Ja. Menschen sind sehr komplexe, lebende Systeme.

Unter Einbeziehung der Evolution gilt darüber hinaus:
Wir Menschen sind die momentan am höchsten entwickelte (!) Spezies lebender Systeme, wir haben einen Verstand, Gefühle, ein Identitätsgefühl oder Selbst, Bewusstsein, „Systembestandteile“ also, die in dieser Gänze bei keiner anderen Spezies vorhanden sind.
Und wir können die Frage stellen: Was ist eigentlich der nächste Abschnitt der Evolution?

Hinsichtlich der Beantwortung der Frage: „Was ist Leben“ und wie kommt es zu einem solchen Zitat, wie oben erwähnt, helfen diese Überlegungen noch nicht viel weiter.

Wir können klare Aussagen darüber machen, was lebende Systeme sind, aber das obige Zitat erweckt  ja den Anschein, als wären Mensch und „das Leben“ zwei voneinander getrennte Dinge. Und nicht nur das: Der Autor des Zitats behauptet darüber hinaus, dass und das Leben nicht etwa passiert – nein es antwortet uns.
Was also ist es, was mich vom Leben trennt?

Eines ist gewiß:
Ich bin ein lebendes, komplexes biologisches System.
Ich habe ein Leben, nämlich MEIN Leben.
MEIN Leben ist verschieden von dem Leben ALLER ANDEREN Menschen.
Natürlich gibt es Parallelen (wir sind ALLE lebende, komplexe biologische Systeme), aber:
ICH bin einzigartig und verschieden von allen anderen Menschen.

Nochmals also:
Gibt es ein Leben, etwas Abstraktes, Übergreifendes, welches etwas anderes ist als mein Leben, dein Leben, Eric Clapton’s Leben, dem Leben von Obama oder dem des Papstes?
Und welches mir, uns antwortet?

Sind wir alle individuelle, unterscheidbare Inkarnationen von etwas, das wir Leben nennen können?
Sind wir vielleicht alle nur individuelle, unterscheidbare Ausprägungen, Formen von nur einem Leben?

Sartre, als der Hauptvertreter des französischen Existenzialismus, hat gesagt: Der Mensch ist die einzige Spezies, bei der die Existenz der Essenz vorausgeht.
Erst SIND wir, danach machen wir uns zu dem, was wir sind.
Und was wir sind, ist das Ergebnis unseres individuellen Lebensentwurfs.
WIR sind verantwortlich für unser Leben; wir sind, was wir tun.

Der Existenzialismus kennt kein Konzept einer „menschlichen Natur“ als Blaupause für uns alle. Wir sind zur Freiheit verurteilt, zu der Freiheit, uns selbst zu definieren.

Ist das die Antwort?
Oder nur eine Hälfte?

Aus der Perspektive des Existenzialismus passiert uns allen das Leben insoweit, als wir ALLE zuerst SIND, und dann jeder einzelne von uns sein individuelles, einzigartiges Leben lebt, sich seinen Sinn, seine Essenz erschafft, seinen eigenen Pfad geht.
Einen Pfad, auf dem ihm das Leben antwortet?
Im Sinne von: Rückmeldung aus dem persönlichen Umfeld auf das, was er tut?

Aus Perspektive der modernen Psychologie und der Neurowissenschaften kann man sagen:
Ja. Wir sind komplexe biologische Systeme. Und übernehmen von klein auf unterschiedliche Rollen in unserem Leben; einige kurz, andere länger, manche ein Leben lang. Das prägt unsere Ego’s [ich ordne jeder unserer Rollen ein eigenes Ego oder auch eine eigene Persönlichkeit zu]. Dazu verfügen wir über einen Verstand und kennen Gefühle.
Gelänge es, uns aller unserer Rollen zu entledigen, wären wir reines Selbst, reines Bewusstsein.

Vertreter des spirituellen Denkens sagen noch anders:
Und folgen z.B. zwei alten griechischen Appellen aus Delphi:
„Erkenne dich selbst“ und „Werde, der du bist“.

Was im Übrigen auch als unser aktueller Evolutionsauftrag interpretiert werden könnte:
Mit dem Auftreten der menschlichen Spezies hat der Evoltionsprozess gestoppt.
Mit einer weiteren Ausrichtung unserer eigenen „Systembestandteile“ auf das, was außerhalb unserer selbst liegt, kommen wir nicht mehr weiter.
Qualitativ kann die Evolution nur fortschreiten, wenn wir nach innen schauen, auf unsere eigenen „Systembestandteile“ und unser Bewusstsein auf eine höhere Ebene heben.
Indem wir uns unserer selbst (wieder) bewusst werden, wieder zu dem werden, was wir eigentlich von Anfang an immer gewesen sind. Und durch unsere illusionäre Identifikation mit unserem Verstand („Sündenfall“) verloren haben:
Wir SIND nicht unser Verstand, sondern unser Verstand HAT uns („fest im Griff“)

„Werde, der du bist“. Das geht nur dann, wenn es uns gelingt, uns von unserem Verstand zu befreien. Zu befreien in dem Sinne, dass wir ihn nur dann – wie ein nützliches Werkzeug – benützen, wenn wir ihn wirklich brauchen.
Das aber heißt zugleich: Ablegen all unserer Ego’s und wieder wir SELBST zu werden und damit etwas, was allen Menschen gleich ist, was uns alle verbindet.
Und was uns beim Ablegen unserer temporären Form (wenn wir sterben) wieder mit dem einen, zeitlosen Bewusstsein verbindet, nennen wir es Gott, Leben, Liebe oder wie auch immer.

Das wäre dann allerdings, im Gegensatz zur Philosophie des Existenzialismus, unsere menschliche Natur, auf die wir uns „nur“ rückbesinnen müssten, um unserem Evolutionsauftrag nachzukommen.

Und so gesehen, passiert uns das Leben so lange nicht, wie wir nicht versuchen, wieder wir SELBST zu werden. Wenn wir es allerdings versuchen, wenn wir den Weg tatsächlich gehen, etwas tun in diese Richtung, dann, ja dann antwortet das Leben uns auch.

Advertisements

Identität (II)

Die Frage „Wer bin ich?“ ist hier noch nicht beantwortet.

Und noch immer kann man die Frage stellen: Was hat die Antwort mit meiner Identität zu tun? Oder: Was hat meine Identität mit mir selbst zu tun?

Am 19.4.2013 habe ich hier im Blog geschrieben:

„Was wäre denn, wenn wir „von jetzt auf gleich“ alle (!) unsere Rollen ablegen könnten?
Ja. Was dann?
Dann bin ich „nur noch“ der, der sich all dessen bewusst ist.
Das bin dann ich. Reines Bewusstsein.
Das ist mein SELBST.

Werde, der du bist.
Werde du selbst.
Werde wieder du selbst.“

Ist es demnach nicht nur folgerichtig, anzunehmen, dass wir als unsere „Selbste“ gar keine Identität haben?
Wenn ich reines Bewusstsein bin, bar jeglicher Rolle, habe ich und benötige ich auch gar keine Identität. Dann „bin ich, der ich bin“ [kommt bekannt vor, oder?].

Sobald ich mich im sozialen Kontext sehe – und das beginnt ja bekanntermaßen, sobald wir das Licht der Welt erblicken – fange ich an, Rollen zu übernehmen, Ego’s auszubilden und irgendwann (in der Pubertät eher noch unbewusst)  mit der eigenen Identitätsarbeit zu beginnen, mich in meiner Umwelt als eigenständige Persönlichkeit zu behaupten.

Das Bild ist doch rund oder?

Noch vor meiner Geburt hat sich meine Geschlechterrolle bereits geklärt und ich besitze eine sexuelle Identität.
Wer bin ich? Eine Frau.

Unmittelbar nach meiner Geburt übernehme ich ungefragt die Rolle „Staatsbürger“ und erhalte die zugehörige nationale Identität.
Wer bin ich? Ein Deutscher.

Im Lauf meiner weiteren Entwicklung entscheidet „sich“ dann, ob ich z.B. eine zu meiner Rolle „Tochter“ entsprechende Identität aufbauen kann oder eine Identität, die zu meiner Rolle „Schwester“ passt. Vielleicht passt hier der Begriff „familiäre Identität“.
Wer bin ich? Tochter von …und Schwester von…

In der Rolle „Schüler“ muss ich ebenfalls eine eigene „Schulidentität“ aufbauen.
Wer bin ich? Schüler der 11. Klasse der XY-Schule.

Und so weiter und so fort, für alle unseren Rollen.

 

Wichtig wieder die Formulierung:
Vielleicht finde ich eine Identität, die zu meiner Rolle XY passt.

Weil, wie wir gesehen haben, eine „passende“, d.h. für uns stimmige, Identität nicht einfach gefunden werden kann, sondern immer wieder selbst von uns neu erarbeitet werden muss [Identitätsarbeit].

Keupp et. al. schreiben sinngemäß, dass im Laufe der individuellen Identitätsarbeiten einige Identitätsziele quasi immer angestrebt werden: Diese sind
– Anerkennung
– soziale Integration
– Entschiedenheit
– Autonomie
– Selbstachtung
– Selbstwirksamkeit und
– Originalität.

Und wie bereits zum Schluss des letzten Artikels geschrieben:
Wenn es uns gelingt, die verschiedenen Identitätsziele für uns passend, stimmig zu verwirklichen, sind wir authentisch.

Unsere Identität ist umso „stabiler“, je mehr sich die Ergebnisse unserer Identitätsarbeit im Laufe der Zeit ähneln. Dies ist, Kohärenz genannt, das zweite wesentliche Element von Identitätsarbeit, neben der Authentizität.

Mir scheint, dass gerade die Kohärenz in der Identitätsarbeit dasjenige Element ist, welches uns die emotionale und intellektuelle Fähigkeit gibt, mit den immer schneller erfolgenden Veränderungen in unseren Leben gut zurecht zu kommen.

Von daher scheint es nicht nur legitim, sondern sehr förderlich sein, sich hierüber Klarheit zu verschaffen.

Wer bin ich?
Ich bin der, der sich immer bewusst ist, dass er im Lauf seiner lebenslangen Identitätsarbeit eine Vielzahl Rollenbezogener Identitäten, und dabei doch einen kohärenten und authentischen Teil all seiner Persönlichkeiten entwickelt, der ihn sagen läßt: Ja. Das bin ich. Und ich akzeptiere oder liebe mich, so wie ich bin.

Genoio, hoios essi….. Werde, der Du bist.

Erkenne dich selbst!

Mein geplantes Buch heisst: Gnothi Seauthon 2.0
Ja. Genau damit geht’s auch weiter.

Dieser zweite, schon sehr alte Appell, klingt ja irgendwie merkwürdig:

Wie kann ich das werden, was ich bin?
Heißt das im Umkehrschluss: Ich bin nicht, der ich bin?
Erinnert mich an so manch kryptische Formulierung aus Sartres „Das Sein und das Nichts“: „Ich bin, der ich nicht bin und ich bin nicht, der ich bin.“

Was für ein heilloses Durcheinander.

OK. Fangen wir mal an.
Wie beantworte ich mir selbst die Frage: „Wer bin ich (eigentlich)“?
Hmmm. Zu schwer?

Wie antworten wir denn auf die Frage anderer: „Wer bist du?“ oder „Wer sind Sie?“
Hier fällt die Antwort vielleicht leichter, weil wir alle diese Frage vermutlich schon hunderte Mal und immer ein bisschen anders beantwortet haben. Je nachdem, WER uns diese Frage in welchem KONTEXT gestellt hat. Der Kontext bestimmt ja die Art der Information, die von uns gewünscht wird. Und die ist nun mal in einer Polizeikontrolle eine andere als die in der Vorstellungsrunde eines Trainings oder der Vorstellung als neuer Nachbar in der Nachbarschaft. Behörden wollen wieder andere Informationen und Facebook möchte schließlich noch andere.
Je nachdem, wer fragt, geben wir unterschiedliche Informationen über uns preis:
Name, Name und Adresse, Name, Adresse und KFZ-Nr., Name und Fähigkeiten oder Talente, unsere Rentenversicherungsnummer, unsere Staatszugehörigkeit, unsere Religion etc. etc.
Nach welchen Kriterien welches Datenbanksystem welcher Organisation auch immer aufgebaut ist, immer sind wir zum Nutzen derjenigen, die Daten über uns speichern, unterscheidbar oder, wenn Sie so wollen, einzigartig identisch.

Sagen wir: Wir haben jeder unsere öffentliche Identität, die letztlich aus all den Daten besteht, die ich oben beispielhaft genannt habe – und natürlich noch vielen, vielen mehr.

Nun gilt:
Mein Name ist Karl-Heinz Thunemann.
Aber ich bin nicht mein Name.
Meine Staatsangehörigkeit ist Deutscher.
Aber ich bin nicht meine Staatsangehörigkeit.
Mein Beruf ist Trainer.
Aber ich nicht mein Beruf.
Mein Hobby ist Segeln.
Aber ich bin nicht mein Hobby.

Ich habe einen Namen, ich habe eine Staatsangehörigkeit, ich habe einen Beruf, ich habe ein Hobby.
Ich BESITZE diese Eigenschaften. Aber ich BIN NICHT diese Eigenschaften.

Und die konkreten Ausprägungen dieser Eigenschaften für mich habe ich mir nicht einmal alle selbst aussuchen können.
Karl-Heinz Thunemann ist meine Ausprägung der Eigenschaft Name.
Und die habe ich von meinen Eltern erhalten.
Und meine spezifische Ausprägung der Rentenversicherungsnummer habe ich von der Rentenkasse erhalten, die konnte ich mir auch nicht aussuchen.

Das heißt aber doch, wenn wir mal auf unseren Lebensbeginn zurückschauen:
Je komplexer im Lauf unserer Entwicklung sich unser soziales Umfeld gestaltet, desto mehr Eigenschaften nehmen wir an mit ihren entsprechenden, für uns gültigen,  „Werten“.

Das heisst auch im Umkehrschluss:
Je weniger komplex unser soziales Umfeld ist, desto weniger Eigenschaften haben wir.

In jedem Bereich unseres sozialen Umfeldes übernehmen wir – gewollt oder ungewollt – bestimmte Rollen.
Die erste, die wir übernehmen, ist „Tochter“ oder „Sohn“ und vielleicht „Geschwisterkind“.
Wenig später sind wir „Deutscher Staatsbürger“, wahrscheinlich auch „Täufling“ einer der Kirchen, wenig später „Kindergartenkind“ und „Freund“ oder „Freundin“, später „Schülerin“ usw. usf.

Und jeder unserer Rollen sind einige der oben erwähnten Eigenschaften zugeordnet und diesen wiederrum unsere konkreten Ausprägungen (oder Daten).
Unsere öffentliche Identität hängt also eng mit den Rollen zusammen, die wir im Lauf unseres Lebens annehmen (und behalten). Oder:
Unsere öffentliche Identität ist die Gesamtheit aller Rollen, die wir zum Betrachtungszeitpunkt X innehaben.

Wir bekommen oder übernehmen unterschiedliche Rollen von klein auf.
Und an jede dieser Rollen stellen andere Menschen Erwartungen.

So stellt der Vater möglicherweise andere Erwartungen an sein Kind, als die Mutter dies tut.
Das kleine Kind sieht sich also bereits in der Familie unterschiedlichen Erwartungen ausgesetzt. Es bemüht sich, diese Erwartungen alle zu erfüllen, denn dann wird es belohnt.
Bereits hier fängt das Kleinkind an, „das Leben Anderer“, nämlich das von seinen Eltern gewünschte (oder sogar erzwungene), zu leben“. Sind die Erwartungen dann auch noch unterschiedlich, ist die Situation für das Kind ungleich schwieriger.

Und so, wie im Lauf unserer Sozialisation, also ca.  bis zu unserem 18. Lebensjahr, immer mehr Rollen und damit immer mehr Erwartungen Anderer auf uns zu kommen, lernen wir, in unserem jeweiligen sozialen Umfeld zu „funktionieren“.
Tun wir dies nicht, drohen in der Regel Sanktionen.

So entstehen z.B. unsere Glaubenssätze.
Über lange Jahre und oft gekoppelt an für uns unangenehme emotionale Situationen.
(Wenn ich „Nein“ sage, kriege ich ja wieder „Stubenarrest“ – so hieß das bei uns früher;-)
Und so haben wir Techniken, resp. Verhaltensweisen entwickelt, wie wir diese für uns stressigen Situationen umgehen konnten: Wir haben nicht gehandelt, wie wir eigentlich wollten, sondern so, wie es Andere von uns wollten, um Stress, um Konflikte etc. zu vermeiden.
Auf diese Art und Weise haben wir uns selber eine Art unsichtbaren Käfig um uns herum aufgebaut, in dem wir uns einerseits sicher und komfortabel eingerichtet haben, der uns andererseits aber auch in unserer Freiheit z.T. massiv einschränkt.
Dieser Käfig wird auch manchmal „Komfortzone“ oder „Container“ genannt.

Und nun prüfen Sie sich mal selbst:
– Was macht Ihre Komfortzone aus?
– Und was fühlen Sie, wenn Sie sich an den Rand Ihrer Komfortzone begeben?

Der Begriff „Rolle“ hat natürlich viel mit der Schauspielerei zu tun:
Sie übernehmen die Rolle „Kind“, sie spielen (wieder) die Rolle „Kind“.
Sie übernehmen die Rolle „Trainer“, sie spielen wieder den „Trainer“.

Sie übernehmen die Rolle „Führungskraft“, sie spielen (zuhause mal wieder) die „Führungskraft“.

Ich behaupte, jede Ihrer Rollen hat ihre eigene Komfortzone, gebildet aus den Erfahrungen, die Sie in der jeweiligen Rolle machen.
Ich sage – für meinen Sprachgebrauch (!) – Die Summe aller Konzepte, von Wissen, Erfahrungen und Gefühlen, die Sie in einer Rolle haben oder machen, macht Ihr jeweiliges, Rollenspezifisches Ego aus.
D.h. ich gehe davon aus, dass wir alle, gemäß unseren unterschiedlichen Rollen, auch mehrere und unterschiedliche Egos haben.
Und je nachdem, wie stark wir unsere Rollen wahrnehmen, spielen, desto mehr oder weniger stark sind auch unsere diversen Egos ausgeprägt.

Die Summe meiner Egos macht MICH aus.
Ich bin die Summe meiner Egos.
Das bin ICH als Persönlichkeit.

Und je nachdem, wo ich gerade bin, schimmert die eine oder andere Facette (das eine oder andere Ego) unserer Persönlichkeit gerade durch.

Jetzt sind wir nahe dran.

Erinnern Sie sich an oben?
Analog können wir sagen:
Ich habe die Rolle „Kind“.
Aber ich bin nicht diese Rolle.
Ich bin nicht mein Kind-Ego.

Ich habe die Rolle „Abteilungsleiter“.
Aber ich bin nicht diese Rolle.
Ich bin nicht mein Abteilungsleiter-Ego.

Ich habe die Rolle „Karate-Trainee“.
Aber ich bin nicht diese Rolle.
Ich bin nicht mein Karate-Trainee-Ego.

Was wäre denn, wenn wir „von jetzt auf gleich“ alle (!) unsere Rollen ablegen könnten?
Ja. Was dann?

Dann bin ich „nur noch“ der, der sich all dessen bewusst ist.
Das bin dann ich. Reines Bewusstsein.
Das ist mein SELBST.

Werde, der du bist.
Werde du selbst.
Werde wieder du selbst.

So gesehen, macht dieser Appell Sinn, oder?