Review nach langer Zeit

Mit Spannung habe ich einige meiner Texte nach langer Zeit erneut gelesen.
Und musste schmunzeln:
So habe ich mich in den beiden letzten Jahren immer mehr mit spirituellen Texten befasst,
immer noch ausgehend von der Frage: Wer oder Was bin ich eigentlich?
Meine Bibliothek ist immens angewachsen, da ich mich aufgrund meiner Biographie dieser Frage nach wie vor aus wissenschaftlicher, nun aber eben auch aus spiritueller und religiöser Perspektive zuwende.
An spirituellen Lehren lese ich Ramana Maharshi, Sri Nisargadatta Maharaj, Mooji, am liebsten jedoch Rupert Spira, der mir mit seiner so überzeugenden, logischen Art am nächsten kommt. Rupert hat sehr vieles auf Youtube veröffentlicht.

Zudem stelle ich fest, dass sich unsere klassische “westliche” Wissenschaft immer mehr für die Kernaussagen der alten indischen Meister öffnet und gerade die Physik, insbesondere die Quantenphysik gibt einige Rätsel auf, die mit der klassischen dualistischen Subjekt-Objekt-Sicht nicht mehr gut vereinbar sind.

Die ja auf der (als bewiesen angenommenen) Annahme beruht, Ich in meinem Körper, bin derjenige, der “die Welt da draussen”, ausserhalb meiner selbst wahrnimmt und die auch dann existiert, wenn ich sie NICHT wahrnehme.

In der Philosophie ist diese Frage schon seit alters diskutiert worden und es gab – und gibt – durchaus Menschen, die die Behauptung aufgestellt haben, “die Welt dort draussen” existiere keinesfalls so, wie wir sie wahrnehmen – oder leugnen sie sogar komplett.
Dahinter steckt der Gedanke, dass wir “die Welt da draussen”, also Objekte nur über unsere Sinnesorgane wahrnehmen können und wir uns über unsere Gehirnfunktionen ein Bild von dieser Welt erzeugen (siehe auch: Leib-Seele-Problem).

Zur dualistischen Subjekt-Objekt-Sicht stelle ich, Rupert Spira folgend, anheim zu prüfen, ob diese nicht “einfach nur” das in uns am tiefsten eingepflanzte Glaubenssystem ist – aber eben auch nur ein solches – das unserer eigenen Erfahrung aber NICHT standhält:
Wir sind überzeugt, dass unsere Laptops dort, wo sie sich jetzt befinden, verharren werden, auch wenn ich jetzt mit Schreiben aufhöre und aus dem Zimmer gehe.
Aber unsere Erfahrung ist das NICHT.Wir nehmen es lediglich als unerschütterliche Wahrheit an.

Meine aktuelle Erfahrung in DIESEM Moment ist, dass ich diesen Text auf meinem neuen Notebook schreibe – in meinem Arbeitszimmer, an meinem Schreibtisch.

Was heißt das?
Das heißt, dass ich mir in diesem Moment bewusst bin, genau dies gerade zu tun.
Und ich weiß, d.h. ich bin mir dessen bewusst, dass ich mir meines Schreibens bewusst bin.

Genauer:
Ich sehe mein neues Notebook.
Ich spüre, wie meine Fingerspitzen die Tasten berühren.
Ich höre, wie ich schreibe.
Riechen tue ich gerade nichts spezielles.
Ebenso schmecke ich im Moment nichts (erinnere mich aber an den Geschmack der Tomaten, die ich eben gegessen habe).

Das heisst, meine Sinne transportieren ihre Informationen so, dass in meinem Gehirn genau dieses Bild entsteht.

Genauer gesagt: In meinem Bewusstsein.

Demnächst mehr…..

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