Zeit

Zeit
Um eine Tatsache kommen wir nicht umhin:
immer leben wir im Jetzt.
Nicht in der Vergangenheit.
Und nicht in der Zukunft.

Wechsel der Perspektive:
Aber ich habe doch gestern auch gelebt, und vorgestern.
Und werde aller Voraussicht nach doch auch morgen leben?
Natürlich.
Jedoch: Die Wörter „gestern“ und „morgen“ oder auch
„Vergangenheit“ und „Zukunft“ weisen auf eine Verwendung
der Zeit zur Ordnung und Organisation unseres  Zusammenlebens mit anderen Menschen:
Gestern um 16:00 Uhr traf ich meine 15 Kollegen aus dem Sportverein.
Ich möchte mich morgen mit dir um 13:30 Uhr treffen.

Physik
Zwischen Vergangenheit und Zukunft liegt die Gegenwart.
Wie lange dauert die Gegenwart?
Wie lange dauert das Jetzt?
Einen Moment?
Eine Sekunde?
Mindestens solange wie die Planckzeit [ungefähr 5,4 x 10hoch(-44) sec] ?
Und der Zeitpfeil?

Psychologie
Zeitempfinden und Zeitperspektiven.
Steht jemand  5 Minuten in einer Warteschlange, empfindet er diese fünf Minuten als lang;
ist er mit seiner Freundin zusammen, empfindet er die 5 Minuten als viel zu kurz.

Zimbardo und Boyd beschreiben in „Die neue Psychologie der Zeit“ unterschiedliche Zeitperspektiven und ordnen die Menschen, ganz grob gesprochen, in Vergangenheits-, Gegenwarts- oder Zukunftsorientiert ein,

Sozialisation

Mit dem bewussten Erkennen anderer Menschen und der Tatsache, dass
wir von klein auf mit anderen Menschenzusammenleben, lernen wir auch,
uns zu verabreden. Und tun dies ganz selbstverständlich in der Zeit, in dem wir Uhren und Kalender für unsere Verabredungen benutzen.
Das alles ist Verstandesarbeit.

Kleinkinder kennen keine Zeit.
Sie gehen ganz in ihrem jeweiligen Tun auf, sind konzentriert und vergessen alles um sich herum.

Manchen erwachsenen Menschen gelingt dies auch:
Sportlern (z.B. Kletterern), oder Ärzten bei einer Operation, Künstlern, die wie besessen 3 Tage an einem Werk arbeiten und manchen Menschen sogar bei ihrer täglichen Arbeit. Dann nämlich, wenn sie ihre momentane Arbeit als besonders befriedigend erleben [Man nennt diese Zustände in der Psychologie auch „Flow“-Zustände]

„Volle gedankenlose Aufmerksamkeit“ könnte man das auch nennen:
Man ist total konzentriert, voll bewusst, reines Bewusstsein, ohne jede gedankliche Ablenkung. Man ist. Selbst. Jetzt.

Auftrag der Evolution

Ist es („jetzt“), jederzeit diese volle, gedankenlose Aufmerksamkeit herstellen zu können, immer voll bewusst im Jetzt sein [„The Power of Now“].

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s