Zukunft

Nach der Sommerpause geht es wieder weiter.
Gestern las ich auf Facebook den schönen Spruch:

Beschäftigen Sie sich mit Ihrer Zukunft, Sie verbringen sehr viel Zeit dort.

Ich nehme diesen Spruch zum Anlass, wieder in die Thematik einzusteigen.
Heute morgen hatte ich Gespräch, während dessen mein Gesprächspartner sagte, er wolle sich verändern, die Arbeit mache keinen Spass mehr.
Wenn er denn nur wüsste, was er wirklich wolle.

Ja. Wie finden wir heraus, was wir wirklich wollen?

Meine Empfehlung hierzu lautet:
1. Sich ganz egoistisch und unabhängig von allen (!) persönlichen Rahmenbedingungen ausschließlich auf diese Frage und mögliche Antworten zu konzentrieren.
2. Sich Zeit nehmen, um Antworten zu finden.
3. Sich an die typische Frage von Verwandten aus der Jugendzeit erinnern: Was möchtest du denn mal werden, wenn du groß bist?
4. Was möchtest du denn GERNE einmal werden?
5. Weitere, hiermit zusammenhängende Fragen zu formulieren:
– Was tue ich gerne?
– Bei welcher Art von Tätigkeit fühle ich mich wohl?
– Welche Art von Tätigkeit motiviert mich stark?
– Welche Art von Tätigkeit schafft mir tiefe Zufriedenheit oder sogar Glück?
– In welcher Art von Arbeit kann ich ganz aufgehen?
– Bei welcher Art von Arbeit verliere ich jedes Zeitgefühl (weil sie mich so sehr interessiert)?
-……

Die Antworten hierzu möglichst konkret formulieren (AUFSCHREIBEN!!!)

Im nächsten Schritt weitergehen und die Frage
– wie sähe mein Leben aus, wenn ich DIES tun könnte/würde?

Wenn ich z.B. herausgefunden hätte, dass ich leidenschaftlich gerne als Bildhauer arbeiten würde, müsste ich
mir natürlich auch die Frage beantworten: Wie sähe mein Leben als Bildhauer aus, bzw. Wie wünsche ich mir
ein Leben als Bildhauer (oder Schiffskapitän, oder Lokomotivführer, oder Dozent an einer Universität etc. etc.)

Wie müsste mein Leben als Bildhauer sein, dass ich mich sauwohl fühlte und glücklich wäre?

Wenn Sie zu dem Bisherigen eine (oder eventuell mehrere) Antworten gefunden haben, haben Sie so etwas wie
Ihr wirkliches Lebensziel oder Ihre Lebensvision.

 

Und ERST JETZT gehen Sie hin und betrachten Ihr momentanes Leben, Ihre Arbeit, Ihre Partnerschaft, Freunde,
Kollegen etc.

Und zwar unter dem Aspekt:
Wenn ich mein (neu gefundenes) Lebensziel wirklich erreichen möchte: Was muss ich ganz konkret verändern?

Machen Sie sich hier nichts vor:
Es könnte sein, dass Sie Ihre Sicherheit aufgeben müssten, es könnte ebenso gut sein, dass Ihr Partner nicht
mitspielt.

Es könnte aber ebenso gut sein, “dass Sie einfach Ihren Arsch mal hochkriegen müssten”, Ihren inneren
Schweinehund überwinden müssten, weil: Ein angenehmeres, schöneres Leben kommt nicht von alleine.
Und es liegt einzig und allein an Ihnen, etwas dafür zu tun.

Und meinen Sie nicht, es lohnt sich? Denken Sie daran: Sie verbringen (sehr) viel Zeit in Ihrer Zukunft,
Da lohnt es sich doch, etwas dafür zu tun, dass IHRE Zukunft wenigstens ein bisschen mit dem zu tun hat,
was Sie sich wünschen.

In diesem Sinne…..Start to change your Life.

Wenn Sie meinen Empfehlungen folgen mögen und sich hinterher NICHT verändern, dann haben Sie sich
zumindest bewusst dafür entschieden, sich NICHT zu verändern. Sie haben Gründe dafür gefunden.
Und das ist doch OK.